Dieses Rezept darf ich dir nicht vorenthalten. Es ist mein Notfall-Rezept, wenn ich mal wieder keine Ahnung habe was ich zu Essen machen soll.

Dieses Rezept war der absolute Renner auf meinen Wild Kitchen Wildkräuter Workshop, auf dem Freqs of Nature Festival 2015.

Die Leute rissen sich förmlich um dieses Rezept.

Leider kann ich dir keine persönliche Wildkräuter-Wanderung über das Internet senden, aber ich hoffe du erkennst die Pflanzen trotzdem auf den Bildern.

An wildwachsende Pflanzen trauen sich die meisten nicht heran. Einen gewissen Respekt zu haben ist auch gut, schließlich gibt es auch giftige Gesellen darunter. Aber sich völlig abzuschotten von der Natur und diese wahren Gesundheits-Booster gänzlich zu meiden, ist wie ein Geschenk abzulehnen, weil man Angst vor dem Inhalt hat.

Also völlig unnötig!

Dabei gibt es so viele neue Geschmacksrichtungen, die deine Art zu kochen völlig auf den Kopf stellen werden.

Der Respekt oder die Angst vor Wildkräuter rührt natürlich von der Unkenntnis der Pflanzen her.

Ich versuche dir hier ein bisschen Wissen zu vermitteln, damit du auch in die Welt der Wildkräuter mit einsteigen kannst.

aber falls du andere Kräutervorlieben hast kannst du diese mit einfließen lassen.

Die Hauptbestandteile sind neben Wildkräuter, Knoblauch, Öl und Salz. Nimm am besten ein Öl, welches keinen zu starken Eigengeschmack hat (ich bevorzuge kaltgepresstes Rapsöl aus der Ölmühle von nebenan). So kommen die einzelnen Geschmackskomponenten der Kräuter besser hervor.

Das Wildkräuter-Öl hält sich ewig, wenn die Kräuter mit Öl bedeckt sind, aber frisch schmeckt es doch um Längen besser. Es lohnt sich trotzdem viel zu sammeln und für schlechte Tage aufzubewahren. Gerade im Winter, wenn kaum frische Kräuter vorhanden sind, bin ich meinem vergangenen Ich zutiefst Dankbar, wenn es Wildkräuter-Öl auf Vorrat gemacht hat.

Denn es passt wirklich zu allem.

Zu Kartoffeln, Reis, aufs Brot zu jeglichen Gemüsesorten oder als Verfeinerung für die Suppe. Es ist ein wahres Multitalent!

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Wildkräuter-Öl

Zutaten:
-Wildkräuter (z.B. Vogelmiere, Giersch, Sauerampfer, Schafgarbe, Taubnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Breit-und Spitzwegerich, Thymian, Salbei, Oregano, Rosmarin, Liebstöckel)

– Knoblauch nach Geschmack (ich nehme meist 2 Zehen)
-Salz
-Öl (genügend, damit die Kräuter bedeckt sind)

Zubereitung:
Die Wildkräuter klein schneiden. Das geht am schnellsten mit einem Wiegemesser. Günstig auf den Flohmarkt schießen! Alle Kräuter in ein Einmachglas füllen. Wer es scharf mag sollte den Knoblauch klein schneiden, ansonsten mit einer Knoblauchpresse die Zehen zerdrücken und in das Glas dazu geben. Salzen nach Geschmack und die Masse mit Öl bedecken. Zum herzhaften Hauptgericht genießen.

Falls du dich mehr mit Wildkräutern auseinandersetzen magst kann ich dir „Essbare Wildpflanzen“ von Steffen Guido Fleischhauer absolut empfehlen. Es ist immer dabei, wenn ich einen Spaziergang im Wald unternehme oder innerhalb Europa verreise.

So habe ich immer kostenlose Lebensmittel zu Verfügung und kann unterwegs neue Geschmacksrichtungen ausprobieren.

Viel Freude beim Sammeln!


Hast du schon Erfahrungen mit Wildkräutern gemacht? Erzähl mir davon!


Fotos Copyright Biotopica Farm © 2016

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