-Unten findest du das Video zur Bauanleitung-

Im Februar 2013 flüchtete die Biotopica Farm nach Zentralamerika, um sich vor dem kalten europäischen Winter zu schützen (das wollten mein Mann und ich mir nicht antun). In Nicaragua strandeten wir auf der wunderschönen Insel Ometepe, welche ein Paradies an Artenvielfalt ist.

Wir trampten ein paar Kilometer entlang des wunderschönen Sandstrandes mit seinem dunkel blauen See in dem sich sogar Bullen Haie angesiedelt haben.

Wir gingen einen Tipp vom Lonely Planet nach und wollten zu einem Öko-Hostel mit einer großen Permakulturanlage. Dort angekommen winkte man uns ab, das Hostel sei komplett ausgebucht.

Enttäuscht darüber, gab man uns einen heißen Tipp. Ein Kilometer weiter wäre eine kleine Unterkunft, da wollten wir es noch einmal versuchen. Der eine Kilometer zog sich in die Länge, da es den Vulkan Madera bergauf ging.

Wir erreichten noch vor Anbruch der Dunkelheit die kleine Finca.

Ein kleiner lässiger Typ mit Füßen auf dem Tisch begrüßte uns überschwänglich.
Nacho wäre sein Name und wir wären herzlich willkommen. Für 2 Dollar die Nacht kann man auf dem Zeltplatz schlafen, inklusive Freiluft-Dusche und Kompost-Toilette.

Wir sagten zu und bauten unser Zelt auf, in dem wir uns erschöpft fallen ließen. Wir schliefen tief und fest die Nacht durch (erwähnte ich schon, dass man unbedingt das Zelt schließen sollte, wenn man nicht mit einer Riesen-Tarantel auf dem Gesicht aufwachen möchte?).

Am Morgen erwachten wir mit exotischen Vogelgesang. Die Sonne schien und unser Zelt verwandelte sich in eine Sauna. Schweißgebadet krochen wir heraus auf der Suche nach den Duschen. Das Wasser der Freiluft-Dusche war herrlich frisch und regte unseren Appetit noch mehr an.

Gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zu Nacho, der uns ein gutes Frühstück versprochen hatte.

Der Ausblick war unbeschreiblich. Von weit oben blickten wir durch Bananenplantagen auf den See und direkt hinter uns lag die Spitze des Vulkans im dichten Nebel.

Nacho servierte uns selbstgebackenes Brot aus dem selbstgebauten Steinofen, mit Tomatensalat und Bananen-Pancakes.

Er fragte uns ob wir auch Smoothie dazu haben wollen und wir freuten uns riesig, schließlich gehören wir zu den Smoothie-Süchtigen.

Mit frisch gepflückten Obst befüllte er den Behälter des Mixers.

Er stellte den Behälter auf den Gepäckträger ab und stieg auf sein Fahrrad. Ich dachte das kann ja jetzt eine Weile dauern mit dem Smoothie, bis er zum nächsten Haus mit Stromanschluss gefahren ist, sind wir sicher schon lange fertig mit dem Frühstück.

Er trat in die Pedale, aber das Fahrrad rührte sich nicht vom Fleck, nur das Obst mixte sich zu einem köstlichen Smoothie.

Wir lachten laut auf und Nacho grinste, es war wohl nicht das erste Mal, dass seine Gäste über seine Art einen Smoothie zubereiten so verwundert waren, wie wir.

Hier findest du eine Bauanleitung, um dein Fahrrad mit einem Mixer aufzupimpen!

Viel Spaß beim basteln!


Gehörst du auch zur täglichen Smoothie-Fraktion, deren Stromverbrauch in die Höhe steigt? Kennst du noch andere Alternativen? Erzähl mir davon!


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