Ich habe mich verloren in die Ruhe des Landlebens und es mir gut gehen lassen. Heute nehme ich euch aber mal wieder mit in den Hof, denn auch im Sommer ist so ein Permakultur-Garten nützlich und es lässt sich viel entdecken.  

Tricks für die Dauerernte  

Trick Nummer 1 

Lange ist der letzte Blog-Artikel her. Dabei endet ein Garten nie, sondern verwandelt sich nur regelmäßig in eine neue Landschaft. Im Sommer geschieht das fast schon jeden Tag, dass mein Garten anders aussieht als den Tag zuvor. Ich entdecke Zucchinis, die am Tag davor noch nicht da waren. Sammle reife Tomaten, Peperoni, Gurken, Auberginen und Paprika, die meinen Kühlschrank zum Überfluten bringen da ich sie nicht so schnell verzehren kann, wie ich sie ernte. 

Meine erste Regel ist, wenn es zur Permakultur im Sommer kommt, ist, dass die Natur dich mit Fülle beschenkt.  

Das ist kein abgezwackter Hippie-Spruch, sondern rührt daher, dass du der Pflanze beim Ernten das Signal gibst, dass sie mehr Nachkommen produzieren muss, um zu überleben.   

Somit kannst du viel mehr ernten, sofern du regelmäßig erntest, denn die Pflanze produziert dadurch kontinuierlich neue Früchte. Erst am Herbstanfang fängt die Pflanze an die Produktion herunterzufahren, ausgelöst von sinkenden Temperaturen.  

Trick Nummer 2 

Die steigende Hitze macht uns alle zu schaffen, besonders den Pflanzen. 

Eine Mulch Schicht kann da die nötige Kühlung für die Wurzeln besorgen. Der Boden darunter sollte angereichert mit Kompost sein, damit er das Wasser länger hält. Der Mulch beschattet den Boden und hält die Sonnenstrahlen fern.  

Gerade nach einem heftigen Regenguss bemerke ich, dass die gemulchten Pflanzen einen feuchten Boden haben, während ungeschützte Pflanzen einen trockenen Boden vorweisen.  

Trick Nummer 3 

Und der wohl wichtigste Tipp, um der Sommerhitze Stand zu halten ist, dass Pflanzen nicht zu weit voneinander entfernt wachsen dürfen und den Boden offenlegen sollten. Dadurch verdunstet zu viel Oberflächenwasser und die Wurzeln trocknen aus.  

Nebeneinander geben sich Pflanzen in heißen Gebieten den nötigen Schatten in der Mittagshitze.  

Gib deinen Pflanzen genügend Wasser 

Wir leben in einer Zeit des Wandels und die wiederkehrenden Hitzewellen setzen uns Selbstversorger, Gärtner oder einfach Gemüseliebhaber stark zu. 

Auch wir wässern unsere Pflanzen regelmäßig, denn nach Wochenlangen Sonnenschein benötigen die Gemüsepflanzen jeden Tropfen. Bei uns regnet es nicht oft und wir versuchen jede Möglichkeit um das Wasser im Boden halten zu können.  

Mit Mulch, Kompost und vertiefte Gartenbeete, damit das Regenwasser stehen bleibt, sogenannte Kalifornische Straßenbeete, kann man das Wasser definitiv ein paar Wochen länger im Boden halten.  

Das ist unser Geheim Trick, wenn wir in den Urlaub fahren. 

Saatgut ernten nicht vergessen 

Jede Pflanze hat ihren eigenen Rhythmus, so auch der Zeitpunkt der Saatguternte.  

Achte darauf, dass die Saat fest und gut getrocknete ist. Schau nach der Wettervorhersage und ernte vor einen nahenden Sturm die Samen.  

Auch nach der Ernte solltest du das Saatgut an einen trocknen und belüfteten Ort verwahren. 

Es ist doch erstaunlich wie viele Nachkommen Pflanzen erzeugen können. Ein Fenchel kann mehr als 1000 neue Samen hervorbringen.  

Um nur mal wieder an der Fülle in der wir leben anzuknüpfen. 😉 

Kümmere dich um deinen Kompost! 

Das ist keine Beleidigung, sondern soll nur verdeutlichen, wie wichtig der Kompost für einen nachhaltigen Garten ist. 

Im Sommer neigt der Kompost dazu auszutrocknen. Regenwürmer, Mikroorganismen und Nährstoffe gehen verloren, sterben ab und vertrocknen einfach. Das macht den Kompost nicht so Nährstoffreich, wie er eigentlich sollte. 

Vergiss daher nicht den Kompost mit neuen Grünabfall anzureichern ihn ab und zu Wasser zu geben, damit er nicht hart wird oder gar austrocknet. Keine Schalen von Zitrusfrüchten oder Zwiebelabfälle unter den Kompost zu mischen, denn die Säure schadet den Lebewesen im Kompost. 

Ein Sonnenschutz beugt Austrocknung vor, sowie übermäßigen Regenfall, denn auch durch zu viel Wasser können Nährstoffe ausgeschwemmt werden. 

Die Balance zu erhalten ist hier maßgeblich. 

Die Regenwürmer werden es dir danken und deine Pflanzen auch. 

Der Kompost ist das Herzstück meiner kleinen Farm. Ohne ihn wäre alles nichts und ohne ihn hätte ich auch nichts. Er ist die treibende Kraft, der die Pflanzen gedeihen lässt, der das Wasser in der Sommerhitze hält und die Wurzeln vor der Austrocknung schützt.  

Ein Hoch auf den Kompost!