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Die Tage des Nebels sind gekommen und neben meinen täglichen Aufgaben auf unseren kleinen Bauernhof, wird zusätzlich Holz gehackt um das Haus warm zu halten.

Bis Mitte November blieben die Blätter an den Bäumen. Ein beängstigendes Zeichen, sind die Bäume bei uns doch schon im Oktober kahl.

Der Boden war dieses Jahr viel wärmer als sonst um diese Jahreszeit herum.

Aber gehen wir zurück zum Anfang.

Wie den ganzen Oktober hindurch, war auch der Novemberanfang geprägt von Pilzen.

Mein Mann liebt es sie zu sammeln, er steckt sich seine Kapuze voll damit, da er meist keinen Beutel dabei hat wenn er mit dem Hund spazieren geht und so auch seine Hände frei hat.

Ein 80 Kilo schwerer Kaukasischer Schäferhund hält nichts und niemand so leicht, wenn er ein Eichhörnchen erspäht.

Wir aßen täglich gebratene Pilze und wir trockneten täglich Pilze, bis das ganze Haus nach erdigen Waldboden roch. Oder nach Pilze?

Steinpilze, Röhrlinge in verschiedensten Ausführungen, Krause Glucke, Judas Ohren und Schopf-Tintlinge kamen uns auf den Tisch.

Jedoch der häufigste Pilz dieser Saison schien der Amanita Muscaria zu sein, der in unzähliger Masse in unseren Birkenwäldchen wuchs.

Auch auf unseren Gartenboden wuchsen fleißig Pilze und vernetzten die Pflanzen untereinander.

Die freudigste Überraschung war die bis zur Vervierfachung aus einer Artischocke und der Anbau von mehrjährigen Kohlpflanzen .

Aus einer Artischocke kamen bis zu vier neue Triebe empor. Diese Sorte entspricht mehr einer Gemüseartischocke, auch Cardy genannt, bei der man die Blätter kocht und in Essig einlegt, jedoch sind ihre Blüten recht fleischig und meine neue Errungenschaft in einem Trockenstrauß.

Der Anbau hingegen von Wirsingkohl über zwei Jahre hinweg ließ mich staunen und fragen, warum ich diese Anbauform noch nie irgendwo gelesen habe?

Falls ihr davon schon einmal gehört habt, lässt es mich bitte unten in den Kommentaren wissen.

Mein Wirsingkohl habe ich im ersten Jahr nicht geerntet, sondern an Ort und Stelle überwintern lassen. Eingepackt in Mulch hatten die Wurzeln es warm und auch die Blätter hielten Fröste stand.

Als er im Frühsommer zu sprießen begann erntete ich die noch geschlossenen Wirsingkohl-Sprossen und verarbeitete sie gebraten in asiatischen Gerichten.

Durch das regelmäßige beschneiden wuchs die Wirsingkohlpflanze bis auf fast 2 Meter Höhe. Ein kräftiger Sommersturm wehte den großen Stamm um und so lag er und liegt bis heute.

Das Besondere jedoch ist, dass aus jeder Verzweigung ein neuer Trieb wuchs, mit je einen Kohlkopf dran.

Und wieviele Verzweigung hat so ein Wirsingkohl?

Antwort: Eine ganze Menge.

Dasselbe passierte auch bei Palmkohl und Grünkohl.

Ein fast unerschöpflicher Vorrat an Kohl ist somit gesichert.

Jedoch wohl nicht für mich, denn die Raupen des großen Kohlweißling fressen sich durch die süßen Blätter des Meerkohls und siedeln schon zum Grünkohl über.

Im Sommer verschonten sie unsere Kohlgewächse, vielleicht weil ich sie zwischen die Tomaten gesetzt habe, deren Geruch der schöne Schmetterling nicht mag.

Jedoch ist der Schutz der Tomaten lange vorüber und die Kohlpflanzen sind wieder auf sich alleingestellt.

Ich bin ein Naturkind und als solches teile ich auch.

Die halbwegs guten Blätter pflücke, wasche ich und inspiziere sie auf Raupen. So gelangen auch sie in meinen Erntekorb.

Als nächstes werde ich den Rotkohl wachsen lassen, den ich nicht erntete und der bei mir jetzt ein Jahr steht.

Manchmal muss man eben einen Schritt zurückgehen, bevor man zwei nach vorne schreiten kann.

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